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HaralinSpezial

Die Hochelfen Haralins werden von anderen Völkern oft als arrogant und überheblich angesehen. Sie sind sich ihres edlen und erhabenen Wesens durchaus bewusst und neigen dazu auf andere hinabzublicken. Dies stößt bei den Menschen, Zwergen, aber auch in einigen Fällen den Waldelfen immer wieder auf Ablehnung, allerdings zeichnen sie sich auch durch einen großen Forscherdrang, Geduld und Loyalität gegenüber ihren Freunden aus. So wie alle Elfen sind sie von hohem, schlankem Wuchs, ohne Bartwuchs und ohne deutlich erkennbare Zeichen des Alterns. Besonders Hochelfen tragen oft reichverzierte und schöne Kleidung, ihr allgemeiner Sinn für Schönheit und Ästhetik spiegelt sich darin wieder.
Der Eindruck des Hochmutes rührt meist von der Tatsache her, dass die Hochelfen andere Völker oft als hilfsbedürftig ansehen, diese verschwenden ihr so kurzes Leben und haben die Unterstützung und Belehrung durch das Wissen und die Weisheit der Elfen bitter nötig.

Gesellschaft:

Das Miteinander in Haralin gestaltet sich größtenteils harmonisch und ist von Respekt und Achtung voreinander geprägt, einige wenige Hochelfen zeigen sich jedoch den Waldelfen gegenüber, die zumeist ein einfacheres und ursprünglicheres Leben führen, herablassend und belächeln sie als „hinterwäldlerisch“. Oft noch wandern die Elfen Haralins wie in alten Zeiten durch die Wälder ihrer Heimat, wobei sich unter den Hochelfen, durch den Einfluss und Kontakt anderer Völker, eine gewisse Sesshaftigkeit in Städten und Dörfern entwickelt hat. Elfen, die sich mit Wissen und Forschung befassen, genießen hohes Ansehen in der haraliner Gesellschaft, ebenso Künstler und meisterhafte Handwerker. Regiert wird das Reich durch den Hochkönig Lianan Laianharalin VII., der seinen Sitz in der Hauptstadt Laian hat. Unterstützung erfährt er durch den hohen Adel des Landes; die Haradire (Fürsten) dienen als Ratgeber und Beauftragte für bestimmte Bereiche, wie Wissenschaften, Militär, aber auch für bestimmte Gebiete des Landes.

Religion:

Unnachgiebig stehen die Hochelfen den Mächten der Finsternis gegenüber, Malagash und Arachne sind in Haralin geächtete Mächte, die Anhänger Varkaz’ werden verfolgt und angeklagt. Solche Geschöpfe, ebenso wie Schwarzmagier, werden nach den Gesetzen Ultors behandelt, was oftmals in der Läuterung endet. Verbrechen jeglicher Art wird hart bestraft, oftmals wird solch unelfisches Verhalten, sofern es nicht durch den Codex Veritas abgedeckt ist, mit der Verbannung nach Raikal geahndet.

Hochelfen folgen in den meisten Fällen den Lehren Ultors, dabei ist ihre Glaubensauslegung eine sehr orthodoxe und konservative. Die Gesetze des Codex werden nicht diskutiert oder hinterfragt. Ansonsten sehen sie den Glauben an Ultor nicht als förmliche Pflicht oder Religion an, wie dies in Aklon der Fall ist, sondern ihre Lebensweise ist der gelebte Glaube, hier spiegeln sich seine Regeln und Gesetze wieder.

Unter wenigen Hochelfen und einem großen Teil der Waldelfen ist der Glaube an Fardea auch sehr verbreitet. Von den Ultorianern Haralins oft etwas belächelt, leben diese stark den Glauben an Oriri, die Lebensspenderin, aus, da die anderen Aspekte, der Tod und die Zeit, dem ewig jungen Volk fern und fremd erscheint. Die einfache reine Lehre Fardeas, dass alles, was außerhalb des Kreises steht, vernichtet werden muss, findet bei den ländlicher lebenden Waldelfen, sowie Jägern, Hebammen und Heilern großen Anklang.

Als dritte Kraft in Haralin ist Suavis zu nennen, die ebenfalls hauptsächlich von Waldelfen angebetet wird. Die Kräfte von Liebe und Mitleid werden hier von einigen als angenehmer empfunden, als die strikten Gesetze und Regeln Ultors und finden im Alltag aller Elfen häufigen Gebrauch, alle Hochelfen schätzen zudem Wissen und Weisheit als wichtigen Aspekt Suavis’.

Alle anderen Religionen haben keinen Platz in Haralin, Al-Machial ist größtenteils unbekannt und die Götter Arachne, Malagash und Varkaz sind nach den Gesetzen des Codex Veritas zu läutern. Und auch Suaviten und Fardeaner haben sich an das Wort Ultors zu halten, da sie ansonsten ebenfalls mit Verbannung oder Läuterung rechnen müssen.

Bei einigen Elfen hat sich eine mehr oder weniger gleichberechtigte Verehrung Ultors und Fardeas entwickelt, diese werden als schöpferisches Paar angesehen, wobei Fardea für ihre lebenspendende Kraft und Ultor als Lichtbringer angebetet wird. Beide werden dabei als schützende Kraft für die Elfen und ihr Reich gesehen.

Magie:

Magie spielt eine große Rolle im Leben der Elfen. Sie haben einen wesentlich leichteren Zugang zu ihr und Individuen mit magischen Kräften sind unter ihnen weiter verbreitet, als bei anderen Wesen. Magie findet auch im Alltag Anwendung, so kommt es durchaus vor, dass Personen, die hierarchisch tiefer stehen oder Gäste in Haralin sind, bei Vergehen mit magischen Mitteln gemaßregelt werden. Je nach Schwere des Vergehens kann das eine kleine Lektion oder ein schmerzhafter Angriffszauber sein.

Auf magische Weise schützen die Hochelfen auch teilweise ihre Grenzen. Das Volk von Haralin ist zahlenmäßig relativ klein und weit über das Land verstreut. Es gibt kein stehendes Heer und so ist es nicht verwunderlich, wenn die Elfen sich bei der Grenzsicherung zum Teil auf magisch beschworene oder belebte Kreaturen verlassen, wie Golems, Gargylen oder Elementare.

Die hochelfischen Magier sind auch begierige Forscher, die immer nach neuen Wegen der Magie forschen, die Artefaktmagie bringt dabei immer neue Gegenstände mit besonderen Fähigkeiten hervor. Doch auch der Wissensdrang der Hochelfen hat seine Grenzen und schwarzmagische Praktiken werden streng bestraft.

Alltägliches:

Das haraliner Alltagsleben zeichnet sich durch einen großen Zusammenhalt und Harmonie aus. Im schönsten Land der bekannten Welt gibt es kein Verbrechen und nur selten Streit, wodurch die Bewohner sehr freundschaftlich und offen miteinander umgehen. Persönlicher Besitz ist natürlich bekannt, aber die Elfen teilen gern mit anderen und werden auf eine Bitte eines Hilfebedürftigen auch zumindest reagieren, Geld und Güter bedeuten ihnen zumeist nicht viel. Viele Elfen verbringen ihr Leben, wie in alten Zeiten, wandernd durch die Wälder Haralins und erfreuen sich dabei der Schönheit des Landes. Die Naturverbundenheit ist ein wichtiger Faktor im Leben der Elfen, sie schätzen, achten und respektieren das Leben um sie herum, anders als die Menschen, die sich die Natur zumeist unterwerfen und ausnutzen.

Elfen haben Zeit, ihr Leben ist wesentlich länger als das anderer Geschöpfe und so lassen sie sich für viele Dinge sehr viel Zeit. So kann es durchaus passieren, dass ein Elf einen ganzen Nachmittag oder gar länger damit zubringt z.B. einen Wasserfall zu betrachten um seine gesamte Schönheit in sich aufzunehmen, ein Verhalten, dass für Menschen mit ihrem kurzen Leben unverständlich ist. Das Land Haralin wird nur von wenigen Fremden betreten, somit haben viele Elfen ihr ganzes Leben lang kaum Kontakt zu anderen Geschöpfen als Elfen. So ist es nicht verwunderlich, wenn sie Fremden gegenüber zunächst zurückhaltend reagieren.

Bei aller Freundlichkeit und Wärme untereinander sind doch die Gebräuche anders als bei den Menschen. Die Begrüßung per Handschlag beispielsweise wird in Haralin nicht praktiziert und gilt sogar als unhöflich. Üblich ist es die flache rechte Hand auf das Herz zu legen und seinen Kopf vor dem Gegenüber zu neigen, hierarchisch Tiefergestellte verneigen sich dabei weiter als andere. Ein hoher Adliger würde beispielsweise nur ein Nicken andeuten, während sein Diener seinen Kopf tief vor ihm beugen würde. Allgemein ist jedoch die Hierarchie in Haralin nicht durch Zwang und Gewalt geprägt, sondern durch gegenseitigen Respekt, der Jäger respektiert den Adligen für seine Führungsstärke, der Adlige den Jäger für seinen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft. Körperkontakt mit Unbekannten wird von den zurückhaltenden Elfen nicht gern praktiziert, jedoch begrüßen sich Freunde untereinander durchaus herzlicher als mit der einfachen Verbeugung. Wobei man erwähnen sollte, dass es eine lange Zeit dauern kann, bis ein Elf Freundschaft geschlossen hat, dann allerdings meist für sein ganzes Leben.

Die Elfen Haralins legen Wert auf Reinheit, sowohl körperlich, als auch geistig. Dies bedeutet für sie, körperlichen und geistigen Freuden nur in Maßen nachzukommen. Niemand verlangt völlige Enthaltsamkeit, doch ein Hochelf, der sich wie ein Zwerg betrinkt, findet sich unter Umständen schnell in Raikal wieder. Die Elfen legen Wert auf Zurückhaltung und höfliches Verhalten, sie sind zumeist von großer Geduld und äußerlicher Ruhe, zumindest in den Augen der kurzlebigeren Menschen.

Beziehungen zu anderen:

Haralin hat gute Beziehungen zu den Reichen Aklon und Verilion, es gibt ein schon lange bestehendes Bündnis zwischen diesen drei Ländern, das bis vor kurzem im Krieg gegen Laikeria gefordert war. Die Menschen dieser Länder werden, auch wenn sie als Menschen doch eher wie Kinder angesehen werden, freundlich behandelt. Auch mit dem direkten Nachbarn Murash ist man um gute Beziehungen bemüht, nicht zuletzt, da das Gebiet von Murash sich zwischen Haralin und den Orklanden befindet.

Shai-Anarat findet bei den Hochelfen wohlwollende Anerkennung durch seinen langen und standhaften Kampf gegen die untoten Horden Heshrars, ist jedoch zu fern und zu fremdartig, um wirklich zu den Freunden und Verbündeten gezählt zu werden. Sythia bemüht sich zwar um Handelsbeziehungen zu Haralin, wird von den Elfen aber eher misstrauisch beäugt, zu sehr drehen die Sythen ihre Fahne nach dem Wind und zu sehr ärgert Haralin der Sklavenhandel, besonders mit den Verbannten aus Raikal. Ähnlich verhält es sich mit Borbano, hier gab es noch keine tieferen diplomatischen Unterredungen, jedoch betreibt auch dieses Land Sklavenhandel mit Raikal und hat bis vor kurzem noch malagitische Umtriebe auf seinem Gebiet geduldet.

Lir und Laikeria waren zuletzt noch Feinde Haralins, nach dem Rat von Farnau herrscht Waffenstillstand und eine vorsichtige, misstrauische Neutralität.
Cahir-Sheveen und die Schattenelfen werden von den Hochelfen als Feinde betrachtet, sie beschäftigen sich mit dunklen Künsten, verhalten sich unmoralisch und huldigen finsteren Mächten (Varkaz). Sie sind tatsächlich die Todfeinde der Haraliner.

Ebenso negativ werden die Renegatenelfen Raikals angesehen. Haraliner, die sich etwas zuschulden kommen lassen, müssen mit einer Verbannung nach Raikal rechnen, dort sammelte sich im Lauf der Jahrhunderte der Abschaum und gründete sein eigenes Reich. Schwarzmagier, Mörder, Diebe und schlimmeres, all so etwas „unelfisches“ findet man in Raikal, weshalb es keinerlei Beziehungen dorthin gibt und die Grenzen streng bewacht werden. Positiv über Raikal sprechen ist ein sicheres Mittel, sich den Zorn eines Hochelfen zuzuziehen.
Orks, Oger und Trolle werden als Geschöpfe Malagashs betrachtet und entsprechend behandelt – üblicherweise beendet ein Pfeil die Existenz, wenn sich ein solches Geschöpf in die Wälder Haralins traut, was aber extrem selten geschieht.

Lemuren werden misstrauisch beobachtet, ihr Ruf als Artefaktdiebe und Meuchler eilt ihnen voraus. Unter normalen Umständen kommen solche Wesen nicht weit in Haralin, sie werden eher mehr oder weniger höflich gebeten, das Land zu verlassen, zur Not mit Gewalt.

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