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Von allen Ländern der Welt hatte es Zentral-Laikeria nach dem Kataklysmus am schlimmsten getroffen. Weit über die Hölfte aller Bewohner waren bei der Katastrophe ums Leben gekommen, darauffolgende Epidemien und Hungernöte dezimierten die Bevölkerung in den folgenden Jahrhundert noch weiter.

Bis heute sind weite Landstriche des Imperium unfruchtbar geblieben, im besonderen betroffen sind dabei die Präfektorate Deshak und Senaia. Für viele Bürger war es gerade in den ersten Jahunderten ein gnadenloser Kampf ums überleben, das sich recht schnell entwickelnde Feudalsystem tat sein übriges, um die Kluft zwischen arm und reich zu vertiefen. Mißwirtschaft und die Verschwendungssucht vieler Adliger trieb unzählige Bürger in die Leibeigenschaft, aus der sie in Generationen nicht mehr herauskamen. Der Irrglaube an falsche Gottheiten führte zudem zu einer inneren Zerrissenheit des Reiches, was angrenzenden Lönder immer wieder Anreiz bot, in Hadran einzufallen.

Keinem der durchweg schwachen Potentaten war es gegeben, das Reich zu so organisieren und strukturieren, dass man der ständig lauernden Gefahr beständig hätte wiederstehen können. Immer wieder kam es vor, dass ein Regent sich von falschen Bündnispartnern übervorteilen ließ, immer wieder muöte die Bevölkerung darunter leiden.

Lange hieß es, Hadran in seiner Entwicklung stehengeblieben, hielte seid Jahrhunderten an seinen klassisch-antiken Werten fest. Aber genau diese Werte waren es, die einen Mann wie Baltus schließlich gegen den so lange erduldeten Despotismus aufbegehren ließen um den Weg für den Befreier Prinz Dorgul zu bereiten. 5014 beginnt Dorgul, nun Kaiser Laikir der XXXIX.?, einen Krieg gegen Verillion und Aklon

Verrat begründete die katastrophalen Niederlage der hadranischen Armee am Schattenhorn?. So büßte das stolze Imperium einen größeren Teil seines Landes ein- fast das gesammte Land südlich von Laikirs Narbe steht nun unter dem Protektorat von Aklon. Die gesammten Inseln im Nornesund fielen unter die Herrschaft des kleinen Königreiches Rulos. Aklon und die ultorianische Kirche versuchen im Protektorat, dem sogenannten Urs Sanktum? die ehemalige hadranische Monarchie wieder zu etablieren- aber wie Spione berichten, gelingt es ihnen noch nicht mal im Ansatz, das Land ist unruhig und der Ruf nach dem Imperator Laikir XXXIX wird immer lauter.

Vor dem großen Krieg gegen Kolte, der für Laikeria den wahrscheinlich stärksten Einschnitt bedeutete, war Laikeria trotz der Landverluste im Krieg gegen Aklon das größte zivilisierte Land der bekannten Welt und hatte annähernd 2,5 Millionen Bürger.

In Laikeria Stadt, dem geographischen und politischen Zentrum des Reiches leben noch immer 500.000 Bürgerinnen und Bürger – es ist aber nicht absehbar wie viele im Krieg gegen Kolte das Leben verloren haben. Es muss angenommen werden, dass zum Höhepunkt des Heermarsches jeder fünfte Bürger heimatlos war oder getötet wurde.

Die Consule wurden nicht auf Lebenszeit ernannt, sondern werden regelmäßig durch den Senat „wiedergewählt“. In den Aufzeichnungen des Senats kann eingesehen werden, dass nie jemand zwei Mal gegen ein Mitglied des Triumvirates stimmte – bestimmt ein Zeichen für das große Vertrauen in die Fähigkeiten dieser drei Männer.

Wenn die Consulen das nominelle Staatsoberhaupt sind, ist der Senat das ausführende politische Organ. Der laikerianische Senat besteht aus einer wechselnden Anzahl Mitgliedern. Neben den aus den Provinzen berufenen Senatoren (aktuell keine, da es keine Provinzen gibt) gehört ihm auch der Praeton Maximus, der Führer der laikerianischen Truppen, an, ebenso wie gewählte Vertreter aus den Präfektoraten, 3 Consule und dem Archon, dem Leiter der Obersten Cabale: Cabal Serpentis. Der Senat besitzt die Macht Gesetze zu erlassen und mit Hilfe des Militärs und der Beamten durchzusetzen. Der Senat besteht aus mehreren unterschiedlichen politischen Fraktionen, welche sich in den meisten Fällen nicht einig sind. Klar ist dem Senat jedoch, dass eine mögliche weitere Revolution im Keim erstickt werden muss. Jedes Mitglied hat 1 Stimme und alle Abstimmungen erfolgen öffentlich. Zurzeit zeigt sich, dass kaum eine Abstimmung ohne das Einverständnis der Consule erfolgt. Senatsmitglieder tun gut daran nach dem Willen der Consule zu wählen. Und Politiker ohne militärische Vergangenheit haben in diesen Tagen wenig Aufstiegschancen. Die Consule tragen Sorge dafür, dass das Heer so gut versorgt wird wie eben möglich. Angeblich verfügte Laikeria einst über 88 Legionen. Zumindest gibt es eine 88. Legion. Diese Zahl wird bei weitem nicht mehr erreicht. Legionen sollten bei voller Mannstärke über 5.000 Garganes verfügen, aber den inoffiziellen Kriegsauszeichnungen nach gab es enorme Verluste. Es kann davon ausgegangen werden, dass außer der I. Legion kaum eine Legion, auch mehrere Jahre nach Abschluss des letzten Krieges, über die volle Mannstärke verfügt. Im Krieg gegen Kolte waren acht Legionen im Feld, wovon aber mehrere nur Halblegionen darstellten und die 8. Legion am Blauspannpass vollständig aufgerieben wurde. Die Zahl der aktiven Soldaten ist eines der bestgehüteten Geheimnisse des neuen alten Reiches.